Anselm Klatt

Also erzähl doch mal: Wie hast du den Anselm Klatt überhaupt kennengelernt?

Ach, das ist eine lange Geschichte, die kann ich hier gar nicht in allen Details erzählen.

Anselm KlattFoto: Thomas Stelzmann

Aber ich werde versuchen mich kurz zu fassen. Okay, dann nimm dir etwas zu trinken und setz dich hin: Zu jener Zeit trug es sich wie folgt zu:

„Lies mal! Kannst du dazu etwas spielen?“

Das waren an diesem Abend – nach den üblichen Bekanntmachungsfloskeln der Gastgeberin – meine ersten Worte an Anselm Klatt.

Und der konnte – unmittelbar nachdem ich ihm Texte aus meinem aktuellen Buch vor die Nase gehalten hatte – am Klavier etwas dazu spielen.

„Wow!“, dachte ich. Das muss man erst einmal können: zu einem fremden Text prompt improvisieren, und zwar so, dass es sich auch noch so anhört, als wäre es genau zu diesem einen Stück komponiert worden. Ich war verblüfft – und begeistert.

Ich hatte schon immer diesen Tagtraum: Eines schönen Abends wollte ich einen Musiker an meiner Bühnen-Seite wissen – auf welchem Instrument er seine Passion und Profession auch immer auslebt.

Anselm Klatt ist Pianist.

Weißt du, man sucht sich einen Musiker nicht aus – das fügt sich.

Anselm Klatt ist auch Sprecher. Und Sänger. Und Autor.

Habe ich das alles wirklich gesucht?

Oh ja! Anselm Klatt gibt mir auf der Bühne einen Teil seines Atems. Wir holen tief Luft und stoßen sie als gemeinsamen Atem wieder aus. Jeder im Publikum kann dieses so spüren.

Das war der Beginn – und das ist es: das Duo  Klatt und Niggemeier